Ziel: klimapositiv bis 2030

Die Ausrufung des Klimanotstands 2019 folgte der Erkenntnis, dass die Klimakrise eine sehr ernste Gefahr für die Zukunft unserer Kinder ist.

Nicht zuletzt die vertrocknenden Bäume im Loretto-Wald zeigen uns mittlerweile, dass die Krise Konstanz erreicht hat.

Wie sind wir in diese Krise geraten?

Wir wohnen in bequem beheizten Konstanzer Häusern, die von unseren Eltern und Großeltern gebaut wurden und fahren, wohin wir möchten, in unseren von Ingenieurskunst aus dem Ländle entwickelten Autos.

Es war fortschrittlich und lief auf der Basis günstiger Energieformen Öl, Gas und Kohle.

Heute merken wir, dass mit diesen Energien und unserer heutigen Form des Wohlstands hohe Umweltbelastungen einhergehen und wir abhängig wurden von Öl- und Gasimporten.

Das zu erkennen tut weh!

Und gleichzeitig können wir uns jetzt entscheiden, in welche Zukunft wir gehen wollen.

Lasst uns in eine Zukunft mit maximal 1,5° Erhitzung aufbrechen, in der unsere Kinder und Enkel gut und friedlich leben können.

Eine Zukunft, die auf einer vernünftigen Wirtschaft aufbaut, die in nachhaltige Güter und Lebenweisen investiert, Lasst uns dazu bis 2030 in Konstanz klimapositiv werden.

Es lockt eine Zukunft mit behaglichen und sparsamen Häusern, die durch saubere Energien aus der Region versorgt werden.

Eine Zukunft, in der wir uns bequem und sicher durch eine wunderschöne und leise Stadt bewegen – mit dem Fahrrad, mit dem Bus oder im sonnenbetriebenen Elektroauto.

Zahlreiche Städte wie Kopenhagen oder Tübingen machen uns vor, dass diese Zukunft möglich ist.

Wie kommen wir dahin?

Das 10-Jahresprojekt Konstanz klimapositiv bis 2030 gleicht dem Projekt zur Mondlandung in den 1970ern.

Ebenso wie damals brauchen wir einen klaren Fahrplan, um große Investitionen in Zukunftstechnologien zu lenken.

Für diesen Fahrplan können wir auf Konstanzer Vorarbeiten u.a. aus dem Klimaschutzbericht 2020, der Konstanzer Klimakonferenz und dem Klima-Aktionstag 2019, dem Energienutzungsplan 2018 und dem Klimaschutzkonzept 2016 aufbauen.

Zur Umsetzung des Fahrplans werden wir unsere Kräfte und Ressourcen bündeln. Dafür braucht es ein Bündnis quer durch die Bevölkerung.

Dafür setzen wir uns ein

Weil wir Konstanz lieben – und unsere Kinder.

Wir haben in den letzten Jahren viel auf die Konzilszeit vor 600 Jahren zurück geschaut.

Ist es nicht ein erhebendes Gefühl, wenn wir uns überlegen, dass in 600 Jahren die Menschen auf uns zurückschauen werden und sagen:

Das war die größte Zeit der Konstanzer, dass sie diesen zukunftssichernden Umbau in nur 10 Jahren durchgezogen haben?